HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der Unfallversicherung die bekannteste Invaliditätsrente. Sie bietet ein sicheres Einkommen bei zeitweiliger und längerfristiger Berufsunfähigkeit.
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HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 14.12.2018, 19:13

Hallo ihr Lieben!

Folgende Geschichte:

2005 haben wir bei der HDI eine BU-Versicherung abgeschlossen. Im Juni letzten Jahres bin ich krank geschrieben worden, und haben nachdem es mir auch nach Monaten Zuhause immer schlechter ging, bei unserem Versicherungsvertreter nach der Auszahlung der BU-Rente gefragt. Ende letzten Jahres bekamen wir dann Post, dass sie von sämtlichen Ärzten und Rehau-Aufenthalten die Berichte haben wollen. Es ab einen ellenlangen Schriftverkehr, immer wieder wurde etwas nachgefordert... ich hatte das Gefühl, sie spielten auf Zeit. Dann haben wir eine Ablehnung bekommen. Trotz der Krankschreibung von über einem Jahr hieß es, dass sie die BU-Rente nicht zahlen wollen. Wir haben dann über unsere Rechtsschutzversicherung eine Anwältin eingeschaltet, wieder ewig Schriftverkehr. Mittlerweile habe ich meine gesetzliche Rente durch (vollständige Erwerbsunfähigkeit, befristete bis Ende 2020). Immer noch weigert sich die HDI die BU-Versicherung auszuzahlen, was für mich ein absolutes Unverständnis ist. Wenn die gesetzliche Rente durch ist, kann die HDI doch nicht sagen, wir zahlen die Rente nicht aus. Nun soll ich zu einem Arzt der HDI (230km eine Strecke!!!) damit er mich noch einmal begutachtet...

ist dieses Vorgehen normal? Wenn die gesetzliche mich jetzt abgelehnt hätte, hätte ich ja Verständnis, aber so?? Wann wird denn so eine Versicherung gezahlt, wenn nicht im Rentenfall?

Hat jemand von euch Erfahrungswerte? Normales vorgehen von Seiten der Versicherung? Aktuell kriege ich nur knapp 40% von dem was ich vorher verdient habe und unsere Reserven gehen langsam die Knie.

Danke euch!

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 15.12.2018, 09:51

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Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 15.12.2018, 10:06

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 15.12.2018, 11:27

MinionBob hat geschrieben:Immer noch weigert sich die HDI die BU-Versicherung auszuzahlen, was für mich ein absolutes Unverständnis ist.
Hallo...

Mit welcher Begründung weigert sich der Versicherer denn nun genau?

Viele Grüße
VMHB

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 15.12.2018, 11:37

Siegfried hat geschrieben: Bei der Berufsunfähigkeit wird die 50% Hürde geprüft

und noch etwas anderes, nämlich der Prognosezeitraum:

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die Versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung, Pflegebedürftigkeit oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind,

sechs Monate ...oder zwölf... oder dauernd....

ununterbrochen außerstande war oder voraussichtlich


sechs Monate ....oder zwölf.... ....oder dauernd.....


ununterbrochen außerstande sein wird, seine Tätigkeit auszuüben.


Das Bedingungswerk aus 2005 könnte unter Umständen eine ungünstige Prognoseregelung
beinhalten, die eine "dauernde" BU in Frage stellt.
Somit wäre auch eine befristete EMI-Rente von Vater Staat kein Grund zur Anerkenntnis.

Wie lautet der Passus in Ihren Bedingungen?


Viele Grüße
VMHB

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 15.12.2018, 14:24

Hi zusammen,
vielen Dank für eure Antworten!!

@Siegfried
Das ein gelber Zettel keine BU-Rente rechtfertigt ist klar! :-) So wie ich das verstehe, ist die EU Rente der BU Rente "überstellt". Wenn ich mir beide Beine absäge, kann ich als Busfahrer nicht mehr arbeiten, aber Callcenter geht noch. Also bin ich in diesem Beispiel Berufsunfähig.
Wenn ich beide Beine verloren habe und aufgrund dessen eine schwere Depression entwickel und auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr eingesetzt werden kann, dann bin ich Erwerbsunfähig. Und wenn ich vollständig Erwerbsunfähig bin, dann bin ich automatisch Berufsunfähig... So zu mindestens meine Logik.
Wir haben eine Rechtsanwältin & Fachanwältin für Sozialrecht... ist das OK? Oder muss es jemand für Versicherungsrecht sein?

@VMHB
Wir haben den ersten Antrag auf BU-Rente ca. ein halbes Jahr nachdem ich krank geworden bin gestellt. Ich war letztes Jahr im April-Mai in Reha, bin arbeitsfähig rein und arbeitsunfähig wieder raus. Seit dem 01.06.2017 bin ich wegen schwerer Depression krank geschrieben. Okt.-Nov.2018 arbeitslos, jetzt habe ich eine befristete volle Erwerbsunfähigkeitsrente durch, rückwirkend vom 01.06.2017 bis 01.10.2020. Schwerbehindertenausweis mit 50% habe ich auch.

Hier die Begründung der HDI bezüglich der Absage:
Nach Auswertung der vorgenannten ärztlichen Berichte reichen diese nicht als Nachweis für das Vorliegen einer bedingungsgemäßen Berufsunfähigkeit aus. Es ist nicht nachvollziehbar, wie Ihre Behandler zur Einschätzung gelangen, dass bei Ihnen eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Objektivierte Befunde, die diese Einschätzung Ihrer Ärzte/Behandler belegen und nachvollziehbar machen, liegen nicht vor. Es wird lediglich subjektives Empfinden geschildert.
Gerade in Fällen, in denen es um vornehmlich psychische Befindlichkeitsstörungen unklarer Wirkung geht, z.B. Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Nervosität oder „Angstzustände", die einen Berufstätigen mehr oder weniger, in vielen Fällen aber auch gar nicht, nennenswert bei der Fortführung seiner beruflichen Tätigkeit belasten können, reicht es zum Nachweis der Berufsunfähigkeit nicht aus, sich darauf zu beschränken, zu behaupten, alle oder diverse Tätigkeiten seien nicht mehr durchführbar.
Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass anhand der vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht eindeutig medizinisch objektiviert nachgewiesen wurde, dass Sie gesundheitlich nicht mehr im Stande sind, Ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit als Ingenieur für IT und PLM-technische Betreuung, weiter zu mindestens 50% nachzugehen.
Aus diesem Grund sehen wir uns veranlasst, die Leistungspflicht wegen Berufsunfähigkeit abzulehnen. In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass der Nachweis für das Vorliegen einer Berufsunfähigkeit von Ihnen zu erbringen ist (siehe § 4 der Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung).
Wir verkennen dabei nicht, dass die uns eingereichten medizinischen Unterlagen belegen, dass Sie unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden.
Uns liegen jedoch keine medizinisch objektivierten Nachweise darüber vor, dass Ihre Beschwerden physische, psychische und/oder mentale Funktionseinschränkungen zur Folge haben, die eine mindestens 50 %-ige Berufsunfähigkeit, begründen würden.
Wir bedauern, Ihnen aufgrund der gegebenen Sach- und Rechtslage keine andere Entscheidung mitteilen zu können.
LG
MinionBib

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 15.12.2018, 15:58

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 15.12.2018, 16:18

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 15.12.2018, 17:44

Hi zusammen,
mir ist nicht zum Lachen zu Mute, das könnt ihr mir glauben. Das mit dem Busfahrer war ein Beispiel und ist nicht auf mich bezogen.

Vielleicht habe ich das ganze Thema zu einfach gesehen. Ich habe gedacht, wenn ich Erwerbsunfähig bin, dann auch Berufsunfähig, denn die Erwerbsunfähigkeit schließt ja alle Berufe ein. Ich verstehe aber auch, dass der Versicherer einen eigenen Gutachter beauftragen will.

Nächste Woche habe ich noch einen Termin bei meiner Anwätin, mal schauen was sie sagt.


Danke euch!

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 15.12.2018, 18:25

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 11:41

MinionBob hat geschrieben:Es wird lediglich subjektives Empfinden geschildert.
Gerade in Fällen, in denen es um vornehmlich psychische Befindlichkeitsstörungen unklarer Wirkung geht, z.B. Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Nervosität oder „Angstzustände", die einen Berufstätigen mehr oder weniger, in vielen Fällen aber auch gar nicht, nennenswert bei der Fortführung seiner beruflichen Tätigkeit belasten können

Interessant. Hier würde ich doch eher ansetzen.
Angstzustände und Schlafstörungen als subjektiv zu werten :shock: und dabei die Angstzustände in der Argumentation auch noch in Anführungszeichen zu setzen, zeigt die Arroganz des Sachbearbeiters sowie sein wahrscheinlich medizinisches Unvermögen.

Unterstrichen wird dies durch den Satz "in vielen Fällen auch gar nicht".
DAS ist subjektiv und nicht auf Sie persönlich zu beziehen.

Falls noch nicht geschehen, wäre hier in meinen Augen ein ausführliches psychologisches Gutachten (Dipl-Psychologe oder Heilpraktiker für Psychotherapie mit Gutachtertätigkeit) hilfreich. Wahrscheinlich wurden Ihre psychischen Störungen von den behandelnden Ärzten nicht hinreichend argumentiert.

Sprechen Sie darüber mit Ihrer Anwältin.
Und ob diese dafür geeignet ist, wage ich langsam auch zu bezweifeln.

Viel Erfolg

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 13:03

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 13:30

Siegfried hat geschrieben:Und mit einem eigens in Auftrag gegeben Gutachten braucht man überhaupt nicht antanzen.Das wird der Versicherer in keinster Weise als Beweis für Berufsunfähigkeit hinnehmen.

Da wäre ich mir aber mal nicht so sicher....kann sein, muss aber nicht

In dieser Sache kann nur wer mitreden der dieses Procedere mit dem Versicherer in voller Länge miterlebt hat.

Wohl eher der, der nicht nur einen, sondern diverse Fälle begleitet hat :roll:
Es muss nicht immer vor dem Gericht enden. Etliche Versicherer sind schon nach einer ersten Ablehnung und einem darauf folgenden, erweiterten Gutachten oder einer ausführlicheren Begründung eingeknickt. Aber das können Sie nicht wissen, weil Sie nicht meinen Job machen.....

Dinge immer nur aus einem wenn auch unschönen Einzelfall zu pauschalieren, ist für die geneigten Leser hier nicht hilfreich, weil es die Sicht auf die Dinge in eine ganz bestimmte Richtung schiebt...nämlich dass es immer und ausschließlich vor Gericht landet.

Dem ist aber nicht so, auch wen Sie das in einer stark eingeschränkten, reinweg subjektiven Sicht der Dinge anders sehen.

Fakt ist: Drei von vier Anträgen werden bewilligt.
Fakt ist: die durchschnittliche Prozessquote liegt bei 2,5%

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 13:57

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 14:24

Siegfried hat geschrieben:Sie können aber einen Versicherten nicht bis zum bitteren Ende begleiten da müssten Sie ja Anwalt sein,oder haben Sie eine Zulassung bei Gericht ohne sich Anwalt zu nennen.
Begleiten heißt nicht vertreten! Sondern unterstützen... und sei es in einer "Kooperation" mit einem Anwalt etc...

Und dies gehört sogar zu den Pflichten eines Versicherungsmaklers..
Hören Sie endlich auf, über Dinge zu konstatieren, von denen Sie keine Ahnung haben.

Wer die (rechtlichen) Unterschiede zwischen Einfirmenvertretern (von ihnen pauschal als Versicherungsvertreter bezeichnet), Mehrfachagenten und Versicherungsmaklern nicht kennt, sollte sich auch besser nicht dazu äußern.

Ihnen fehlt in diesem durchaus komplexen Thema der zugehörige Sachverstand sowie das rechtliche Hintergrundwissen. Ihre ewig pauschalen, durch ein Halbwissen gekennzeichneten
Aussagen sind ermüdend und eher wenig hilfreich.


PS: und woher beziehen Sie eigentlich das Wissen, dass "so viele" nach dem sinnlosen Schriftverkehr "aufgeben" ?
Haben Sie dazu belegbare Zahlen oder Fakten?

Das Analysehaus Morgen & Morgen z.B. hat die Gründe für Ablehnungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung ausgewertet. Demnach zeigten in mehr als einem Drittel der Fälle (35,33 Prozent) die Kunden keine Reaktion auf erste :!: Nachfragen.

Da ist von langem Schriftverkehr wohl kaum die Rede...

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 15:09

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 15:53

WO habe ich denn geschrieben, dass es einfach ist, eine BU-Rente zu bekommen?

Und meine Ratschläge (die sich von ihren ja tw. nicht mal großartig unterscheiden)
basieren auf einer Berufserfahrung.
Diese als auch weitgehendes rechtliches Hintergrundwissen besitzen sie nun schlicht und ergreifend einfach nicht.

Impulsgesteuerte Antworten und ihr einzigartiges Bestreben ihre eigenen Erfahrungen auf alles und jeden! hier umzumünzen, erinnern mich weniger an eine Märchenstunde als viel mehr an Selbstmitleid.

Und ob die Leser sich nun verunsichert fühlen, überlassen wir doch besser deren Empfinden.

Mit Floskeln und Pauschalierungen helfen sie jedenfalls keinem hier.

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 17:24

Das was ich weiß ist, dass euer Streit hier nicht her gehört. DAS hilft MIR ganz bestimmt nicht.

Das was ich brauche, sind Tipps wa sich nun machen soll. Versicherungsanwalt wurde schon gesagt. Morgen habe ich einen Termin mit meiner Rechtsanwältin und werde die nächsten Schritte besprechen. Sie selber hat einen Gutachter vorgeschlagen und zwei weitere kamen von der HDI. Den, den sie vorgeschlagen hat, hat allerdings erst im zweiten Quartal des nächsten Jahres Zeit. Zeit, die wir angesichts unserer Finanziellen Lage nur schwer haben da wir so langsam an unsere Reserven gehen.

Siegfried scheint schlechte Erfahrungen gemacht zu haben und anhand dieser Erfahrung beurteilt er andere ähnliche Fälle das ist nicht weiter verwerflich.

VMHB scheint währenddessen eher Analytisch heran zu gehen, wo auch immer er seine Zahlen her hat. Ich kenne euch ja nicht, nur von einer handvoll Posts hier aus diesem Thread.

Vielleicht noch Konkret zu mir:
Ich habe zu Beginn meiner Arbeitszeit Maschinenschlosser gelernt. Habe dann nach kurzer Zeit im Beruf über die BG eine Umschulung aus gesundheitlichen Gründen (Allergie auf Schmiermittel und Gussstäuben) zum Technischer Zeichner finanziert bekommen. Nach Abshcluss der Lehre die Firma gewechselt, und dort in der Karriereleiter immer weiter aufgestiegen. Erst Zeichner, dann Sachbearbeiter, dann Anwenderbetreuer, dann zum Schluss Projektleitung gemacht, zehn Mitarbeiter betreut, 35 Projekte gleichzeitig betreut... Diesen Job werde ich nicht wieder ausüben können. Ich kriege schon Schweißausbrüche wenn ich nur an Projektpläne, Ressourcen und Bugetplanung denke.

Wie ich dies allerdings beweisen kann sodass es für die HDI auch sichtbar ist, weiß ich allerdings nicht... Hier brauche ich eure Unterstützung!

LG
Frank

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 17:44

Hallo noch mal .

Das mit dem erneuten Gutachten hatte ich bereits selber erwähnt.

Ansonsten sind Siegfried und ich uns ja einig dass wir wenigstens bezweifeln, ob ihre Anwältin geeignet ist.

Aus der Ferne diese Dinge zu beurteilen ist natürlich schwierig und in letzter Konsequenz muss auch ihr Bauchgefühl entscheiden.

Sie sollten wenigstens den Kontakt zu einem Fachanwalt suchen um sich eine zweite Meinung zu holen. Und dann gegebenenfalls zu wechseln

Weitere Ratschläge sind von dieser Seite aus gar nicht möglich.

Rein subjektiv betrachtet halte ich die Argumentation des Versicherers aber für dünn und mindestens angreifbar.

Aber natürlich kenne ich die Sachlage nicht komplett und bin auch kein Rechtsberater.

Somit sind die hier genannten Ratschläge die einzig richtigen.

Viel Erfolg erst einmal und berichten Sie gerne weiter.

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 17:54

Hallo VMHB,

danke noch mal für deine schnelle Antwort. Kann ich, mich mit mehreren Anwälten parallel beraten? Ich habe gesehen, dass es bei uns im Ort Rechtsanwälte für Versicherungsrecht gibt. Wie läuft das mit der Rechtsschutzversicherung? Ist das erste Beratungsgespräch kostenlos oder muss jeder Beratungstermin gezahlt werden? Als wir unsere jetzige Anwältin das erste Mal kontaktierten, mussten wir 150Euro Selbstbeteiligung bezahlen, ist dies bei jedem Anwaltswechsel auch wieder fällig?

LG
Frank

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 17:59

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 18:09

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 18:51

Hi ihr beiden!

Die Anwältin die wir haben, ist eine Rechtsanwältin & Fachanwältin für Sozialrecht. Sie hat uns gesagt, dass sie solche Fälle ständig hat und sie ein gutes Gefühl hat. in den letzten Beiden Wochen hat sie mehrfach mit der HDI telefoniert, selber einen Gutachter vorgeschlagen hat und die HDI hat zwei weitere Gutachter in den Topf geworfen. Am Freitag haben wir eine Email weitergeleitet bekommen die ursprünglich von der HDI kam, in dem diese drei Gutachter genannt wurden und die HDI die Anwältin bittet, diese mit mir durchzugehen und mit mir die nächsten Schritte zu besprechen. Sie hat mir also nicht gesagt, ich solle mir einen Gutachter suchen, sondern einen ihr bekannten Gutachter bei der HDI in den Ring geworfen. Aktuell gehe ich davon aus, dass die HDI Gutachter hat, die der Versicherung wohlgesonnen sind, die Rechtsanwältin hat einen vorgeschlagen, der eher im Wohl des Patienten handelt... so zu mindestens eine Laienhafte Interpretation.

Die Anwältin macht für mich einen guten Eindruck. Sie wirkt kompetent und kann aus vielen ihrer anderen Fällen berichten. Sie ist also keine Anfängerin. Wie gesagt, weitere Optionen bespreche ich morgen mit ihr, auch ob wir nicht schon mal mit Gericht drohen sollten!

Das wo ich Angst vor habe ist, dass ich irgendeinem Gutachter wieder meine Lebensgeschichte erzähle, er sich ein Bild von mir macht... irgendein Bild welches er in einer 15min Sitzung von mir bekommt, und damit meine Zukunft entscheidet. Sollte er von mir den Eindruck bekommen, dass ich zwar Psychisch angeschlagen bin, aber durchaus einem Bürojob gewachsen bin, dann bin ich am ar....

Vor vier Wochen hatte ich eine Hochphase. Ich habe hier Zuhause so viel erledigt wie das Ganze letzte Jahr nicht. Diese Woche war wieder ganz schlimm, habe nix gebacken gekriegt und gehe kaum aus dem Haus weil ich ständig Heulattacke hab... Ich kann so nicht arbeiten... Aber wie kann ich einem Gutachter das begreiflich machen... für ihn bin ich nur eine Nummer... ein Geschäft... mehr nicht. Ich habe Angst das man mir nicht glaubt.

LG
Frank

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 19:19

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 19:26

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 20:02

Hi Siegfried,

was bin ich? "Abstrakt verweisbar"? Was ist das?

LG
Frank

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 20:20

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 20:33

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 20:58

@ Siegfried

Sind sie nun völlig wahnsinnig geworden dem Mann noch mehr Angst zu machen ?

Sie konfrontieren ihn mit einem Bedingungswerk welches sowieso schwer zu verstehen ist und was er wahrscheinlich sowieso nicht hat ( da HDI, oder wissen Sie das auch schon wieder besser )??

Sie wissen heute heute schon wie Ergebnisse von Gutachten aussehen werden, sie wissen ob Rechtsanwälte eine Selbstbeteiligung fallen lassen und offensichtlich wissen Sie auch schon dass die Rechtsanwältin überhaupt gar keine Ahnung hat. Und weiterhin „wissen“ sie , das nur Fachärzte für Arbeitsmedizin Gutachten erstellen können was im übrigen auch völliger Quatsch ist

Insbesondere bei psychosomatischen Beschwerdekomplexen.

Und dann wissen Sie auch noch das in diesem Fall nur der Klageweg zum Erfolg führt obwohl der Versicherer gerade wenigstens im Ansatz einlenkt.

Sie sind ein empathieloser Vollidiot ( sorry ans Forum für diese Ausdrucksweise ), der NUR
seine Sicht der Dinge sieht und diese für die Wahrheit erklärt.

Und ich wiederhole mich gerne: ohne jeglichen Sachverstand, ohne jegliche juristische Hintergründe. Geschweige denn echtes Fachwissen über Versicherungsbedingungen.

Dieser Beitrag ist für mich beendet da ich es leid bin hier mit Schwachköpfen wie Ihnen zu diskutieren.

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 21:04

Wir, meine Frau und ich, schauen gerade nach. Das sind mindesten 30 Seiten Vertragstext in Mikroschrift.

Hab mal bei Wikipedia geschaut was "Abstrakt verweisbar" heißt und wie ich gesehen habe, hast du ja auch gerade noch was zur Erklärung gepostet. :-) Hatte ich noch nie von gehört.

Im Prinzip geht es darum, dass ich zwar als Projektleiter nicht mehr einsetzbar bin, aber einen vergleichbaren (Büro)Job annehmen kann... Allerdings weiß ich gar nicht, ob das in meinem Zusammenhang von belang ist. Ich habe ja, von Seiten der gesetzlichen Rente, eine VOLLE ERWERBRSMINDERUNG durch... ich bin also zu 100% Erwerbsunfähig und bin erst mal befristet auf Rente bis Ende 2020... was ja ALLE Berufe einschließt... Darum verstehe ich die Reaktion der HDI nicht... Was erwarten die denn?? Das der neue Gutachter sagt, ich bin gesund und geheilt? Ich bin doch schon in Rentenbezug.

Spätestens dann würde ich definitiv vor Gericht ziehen!

@VMHB
Bitte weiter mit mir diskutieren! :-)

LG
Frank

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 21:12

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 21:21

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 21:23

Siegfried hat geschrieben:Und wenn einer wahrscheinlich das Bedingungswerk nicht hat,dann heißt es noch lange nicht das er es trotzdem nicht hat:
DAS habe ich jetzt nicht so ganz verstanden ;-)

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 21:33

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Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 21:46

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 21:53

@Siegfried
Siegfried hat geschrieben:Platz 8: HDI – 1,45 %
Was heißt das? Ich kann da nix mit anfangen...

Siegfried

Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von Siegfried » 16.12.2018, 22:02

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 22:07

@siegfried

Also die 1,45% heißt, dass die HDI in 1,45% aller Fälle vor Gericht zieht?

Wir werden sehen was sie morgen sagt!

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von VMHB » 16.12.2018, 22:18

Nein !!!

Sondern das insgesamt so viele Fälle vor Gericht landen .


Wer die Klage anstrebt wird hier nicht erfasst.


Aber Glückwunsch sie haben sich schon völlig von diesem Mann beeinflussen lassen.

Reden sie morgen mit ihrer Anwältin die wird eher wissen was sie tut .

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Re: HDI BU-Versicherung will nicht zahlen

Beitrag von MinionBob » 16.12.2018, 22:31

@VMHB

Nur weil ich mit allen Rede die mir schreiben, heißt es noch lange nicht, dass ich deren Meinung teile! Wenn nur 1,45% aller Fälle vor Gericht landen, heißt es für mich, 98,55% werden Außergerichtlich geregelt. Somit steigt schon mal meine Hoffnung.

Ich lasse mich natürlich von allen Meinungen beeinflussen, auch von Ihrer, somit wäre es mir lieber, ihr würdet euch weniger streiten, und mir mehr konstruktiv unter die Arme greifen!

Angenehme Nachtruhe!
Frank

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