Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

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sunshineh
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Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

Beitrag von sunshineh » 09.04.2014, 12:27

Hallo,
angenommen jemand hat den Axa Dent Premium U Tarif mit einer Wartezeit von 6 Monaten.

Nun merkt diejenige 4 Monate nach Versicherungsabschluss (also bereits 2 Monate vor dem Ende der Wartezeit) erstmals Schmerzen an einem Zahn (der bereits eine Füllung hat).

Fragen:

1) Wie ist das genau mit der Wartefrist definiert? In den Vertragsunterlagen steht, dass zum Zeitpunkt des Versicherungsbegins kein Schaden bekannt sein darf. Dies ist in diesem Fall also gegeben! Was bedeutet das für Beschwerden, die innerhalb dieser Wartefrist entstehen?

2) Würde diese Person dann die Behandlung bezahlt bekommen, wenn Sie sich bereits innerhalb der Wartefrist beraten lässt, aber die Behandlung erst nach den 6 Monaten durchführen lässt?

3) Oder zählt eine Beratung incl. z.B. Röntenbilder und Ursachenanalyse ggf. incl. der Erstellung eines Behandlungsplanes bereits zur Behandlung so das die Versicherung in einem solchen Fall garnichts bezahlt?

4) Oder ist es z.B. möglich eine Zwischenlösung vom Zahnartzt machen zu lassen (auf Krankenkasse) um z.B. diese 2 Monate Wartezeit noch zu überbrücken? Die Person hat sich schließlich korrekt verhalten und bei Vertragsbeginn war ihr auch noch nichts bekannt.

Hier geht es nicht darum, wie diese Person eine Versicherung betrügen kann, sondern lediglich, wie die Wartezeit zu verstehen ist und wie sie sich bei Problemen während der Wartezeit korrekt zu verhalten hat.

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Re: Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

Beitrag von VMHB » 09.04.2014, 14:25

Hallo,

Hallo
angenommen jemand also Sie ? :D hat den Axa Dent Premium U Tarif mit einer Wartezeit von 6 Monaten.

Nun merkt diejenige 4 Monate nach Versicherungsabschluss (also bereits 2 Monate vor dem Ende der Wartezeit) erstmals Schmerzen an einem Zahn (der bereits eine Füllung hat).

Fragen:

1) Wie ist das genau mit der Wartefrist definiert? In den Vertragsunterlagen steht, dass zum Zeitpunkt des Versicherungsbegins kein Schaden bekannt sein darf. Dies ist in diesem Fall also gegeben!
das stimmt , denn die Beschwerden traten wohl erstmalig nach Versicherungsbeginn auf , Was bedeutet das für Beschwerden, die innerhalb dieser Wartefrist entstehen? Das bedeutet keine Leistung in diesem Fall

2) Würde diese Person dann die Behandlung bezahlt bekommen, wenn Sie sich bereits innerhalb der Wartefrist beraten lässt, aber die Behandlung erst nach den 6 Monaten durchführen lässt? Nein

3) Oder zählt eine Beratung incl. z.B. Röntenbilder und Ursachenanalyse ggf. incl. der Erstellung eines Behandlungsplanes bereits zur Behandlung so das die Versicherung in einem solchen Fall garnichts bezahlt? Genau

4) Oder ist es z.B. möglich eine Zwischenlösung vom Zahnartzt machen zu lassen (auf Krankenkasse) um z.B. diese 2 Monate Wartezeit noch zu überbrücken? Die Person hat sich schließlich korrekt verhaltenDas stimmt zwar , aber auch die Einhaltung von Wartezeiten ist vertragsgemäß "korrekt" und bei Vertragsbeginn war ihr auch noch nichts bekannt. Direkt nach der Wartezeit Rechnungen einzureichen wird den Versicherer durchaus stutzig machen. Da sind Rückfragen beim behandelnden Zahnarzt und auch anderen , evtl. vorher konsultierten Zahnärzten vorprogrammiert. Insbesondere bei "ihrem" Anbieter :(

Hier geht es nicht darum, wie diese Person eine Versicherung betrügen kann, sondern lediglich, wie die Wartezeit zu verstehen ist und wie sie sich bei Problemen während der Wartezeit korrekt zu verhalten hat.

Außer bei Unfällen erfolgt während der Wartezeit keine Leistung
Eventuell reicht doch auch der Ersatz der bestehenden Füllung , das wäre dann eh eine Kassenleistung. Es muss ja nicht immer gleich Zahnersatz im Sinne der versicherten Leistungen sein




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Re: Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

Beitrag von sunshineh » 09.04.2014, 17:21

"§2 Beginn des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungssschein bezeichneten Zeitpunkt (Versicherungsbeginn), jedoch nicht vor Zugang des Versicherungsscheines oder einer schriftlichen Annahmeerklärung (Vertragsschluss) und nicht vor Ablauf von Wartezeiten.
Für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind, wird nicht geleistet."

Ich verstehe das so, dass vor Beginn des Versicherungsabschluss kein Schaden bekannt sein darf.
Aber wenn im Wartezeitraum ein neuer Schaden entsteht, so darf dieser eben erst nach Ablauf der Wartezeit behandelt werden.

Hier stellt sich für mich nun die Frage, was man unter der Behandlung genau versteht. Darf man sich im Wartezeitraum bei einem Arzt mit dem Problem vorstellen oder nicht.

...
Ach ja, welcher Versicherungsanbieter wäre denn besser als die Axa? Natürlich möchte ich nur eine private Meinung hören...

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Re: Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

Beitrag von VMHB » 10.04.2014, 09:05

"§2 Beginn des Versicherungsschutzes
Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungssschein bezeichneten Zeitpunkt (Versicherungsbeginn), jedoch nicht vor Zugang des Versicherungsscheines oder einer schriftlichen Annahmeerklärung (Vertragsschluss) und nicht vor Ablauf von Wartezeiten.
Für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind, wird nicht geleistet."

Damit geben sie sich die Antwort praktisch selber.
Versicherungsschutz für NEU eingetretene Versicherungsfälle NACH Ablauf der Wartezeit ; und dies entspricht dem sog. materiellen Versicherungsschutz , nicht dem technischen ( das ist der eigentliche Versicherungsbeginn) . Ansonsten macht eine Wartezeit doch keinen Sinn , da praktisch der Schutz nur aufgeschoben wird ( außer bei Unfall).




Hier stellt sich für mich nun die Frage, was man unter der Behandlung genau versteht. Darf man sich im Wartezeitraum bei einem Arzt mit dem Problem vorstellen oder nicht.

Sie dürfen natürlich , nur geleistet wird nicht.

...
Ach ja, welcher Versicherungsanbieter wäre denn besser als die Axa? Natürlich möchte ich nur eine private Meinung hören...

Ich schrieb nur , dass Rückfragen eher wahrscheinlich sind. Zur Qualität des Tarifes habe ich keine Aussage getroffen.


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Re: Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

Beitrag von sunshineh » 10.04.2014, 13:38

...würde ich solche Formulierungen in meinen Verträgen verwenden würde ich vmtl. als Betrüger gelten!?
Oder kann mir jemand erklären warum der folgende Satz erlaubt ist, "gegenüber" dem versicherten Laien.
"
Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungssschein bezeichneten Zeitpunkt (Versicherungsbeginn z.B. 1.1.2014) und nicht vor Ablauf von Wartezeiten.
"
1)
Auch nach mehrmaligem Lesen suggeriert dieser Satz, dass man ab dem 1.1.2014 versichert wäre. Doch gleichzeitig kommt noch die Anmerkungen "erst nach Ablauf von Wartezeiten". Da fragt man sich schon warum dann überhaupt der Satz "Versicherungssschutz beginnt zu dem im Versicherungsschein bezeichneten Zeitpunkt" noch geschrieben werden darf. Da sich ja beides ausschließt. Insgesamt eine Unverschämtheit!

2)
Vor allem bleibt für mich immer noch die Frage offen, ob ein Schaden der bei Vertragsabschluss (z.B. 1.1.2014) noch nicht bekannt war und der z.B. kurz vor Ende der Wartezeit aufgetreten ist nun vom Versicherer übernommen werden muss oder nicht? Wo steht dass denn genau zu lesen?

3)
Denn es kann ja sein, dass jemand kurz vor Ablauf der Wartezeit Schmerzen bekommt, aber noch einige Tage, also z.B. in diesem Fall bis 1.7.2014 wartet (bis Ablauf der Wartezeit also). Das müsste aus meiner Sicht die Versicherung auch leisten, man hat schließlich seine Angaben bei Vertragseröffnung ehrlich gemacht!??

4)
Fraglich ist auch, ob man entsprechend bereits vor Ablauf der Wartezeit sich bei einem Artzt schon mal erkundigen darf. Wo kann man darüber etwas im Vertrag lesen?

5)
Im Produktinformationsblatt zum Tarif steht ausserdem,
"
8. Wann beginnt und endet ihr Versicherungsschutz?
Der Versicherungsschutz beginnt nach Erhalt des Versicherungsscheines
und mit Zahlung des Erstbeitrages und wird auf unbestimmte Zeit
abgeschlossen.
"
Aus meiner Laienhaften Sicht, wäre das noch ein Hinweis darauf, das der Versicherungsschutz also doch mit dem Erhalt des Versicherungsscheines beginnt. Eventuell bezieht sich dann die Wartezeit also doch wie ich vermutet hatte auf auf die "Behandlung" aber nicht auf den Eintritt des Problems.

+++

Es ist fast so, als möchte der Versicherer das dies für die Versicherten alles nicht so klar zu verstehen ist. Und das wäre aus meiner Sicht eine betrügerische Absicht. Wie sonst sollte man soetwas bezeichnen?

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Re: Auftretende Zahnprobleme während der Wartezeit

Beitrag von VMHB » 10.04.2014, 16:50

...würde ich solche Formulierungen in meinen Verträgen verwenden würde ich vmtl. als Betrüger gelten!?
Oder kann mir jemand erklären warum der folgende Satz erlaubt ist, "gegenüber" dem versicherten Laien.
"
Der Versicherungsschutz beginnt zu dem im Versicherungssschein bezeichneten Zeitpunkt (Versicherungsbeginn z.B. 1.1.2014) und nicht vor Ablauf von Wartezeiten.
"
1)
Auch nach mehrmaligem Lesen suggeriert dieser Satz, dass man ab dem 1.1.2014 versichert wäre. Doch gleichzeitig kommt noch die Anmerkungen "erst nach Ablauf von Wartezeiten". Da fragt man sich schon warum dann überhaupt der Satz "Versicherungssschutz beginnt zu dem im Versicherungsschein bezeichneten Zeitpunkt" noch geschrieben werden darf. Da sich ja beides ausschließt. Insgesamt eine Unverschämtheit!

Kunde versteht nicht , also muss Betrug und Unverschämtheit vorliegen. Logisch.
Ich habe es ja nun mehrfach erklärt. Googeln sie mal Technischen und materiellen Versicherungsbeginn.
Der technische Beginn bietet ihnen in diesem Fall "immerhin" Versicherungsschutz bei Unfällen.
Der materielle Beginn ist der Beginn der Haftung, also die tatsächliche Übernahme des Versicherungsschutzes bei versicherten Gefahren / Krankheiten , die eben auch nicht durch Unfall einhergehen.. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Versicherer die vereinbarten Leistungen im Falle eines Schadens.
Das kann so schwer eigentlich nicht zu begreifen sein. Oder wie definieren sie den Begriff "Wartezeit " ? Der Versicherer wartet 6 Monate mit der Begleichung von Rechnungen ? :roll:


2)
Vor allem bleibt für mich immer noch die Frage offen, ob ein Schaden der bei Vertragsabschluss (z.B. 1.1.2014) noch nicht bekannt war und der z.B. kurz vor Ende der Wartezeit aufgetreten ist nun vom Versicherer übernommen werden muss oder nicht? Wo steht dass denn genau zu lesen?

In den Bedingungen ! Wenn man sie denn verstehen "will".
Weiterhin ergibt sich das a) aus einer ordentlichen Beratung vor Abschluß ( die gab es wohl nicht ...) und b) aus technischem und materiellem Versicherungsbeginn , sprich aus Einhaltung der Wartezeiten.
Alles was vor dem Wartezeitablauf eintritt , gilt als nicht versichert. Ausser bei Unfall ...ach das sagte ich ja schon :mrgreen:
"Wiederholmodus aus"

3)
Denn es kann ja sein, dass jemand kurz vor Ablauf der Wartezeit Schmerzen bekommt, aber noch einige Tage, also z.B. in diesem Fall bis 1.7.2014 wartet (bis Ablauf der Wartezeit also). Das müsste aus meiner Sicht die Versicherung auch leisten, man hat schließlich seine Angaben bei Vertragseröffnung ehrlich gemacht!??

Wenn ihre Schmerzen erst "puenktlich" zum 01.07.2014 beginnen , ist ein Versicherer theoretisch in der Leistungspflicht.


4)
Fraglich ist auch, ob man entsprechend bereits vor Ablauf der Wartezeit sich bei einem Artzt schon mal erkundigen darf. Wo kann man darüber etwas im Vertrag lesen?

Eine Erstberatung ist der sog. Behandlungsbeginn und somit der Beginn des Versicherungsfalles.
Das steht auch in den Bedingungen ( irgendwo , ich kram' die jetzt nicht extra raus)


5)
Im Produktinformationsblatt zum Tarif steht ausserdem,
"
8. Wann beginnt und endet ihr Versicherungsschutz?
Der Versicherungsschutz beginnt nach Erhalt des Versicherungsscheines
und mit Zahlung des Erstbeitrages und wird auf unbestimmte Zeit
abgeschlossen.
"
Aus meiner Laienhaften Sicht, wäre das noch ein Hinweis darauf, das der Versicherungsschutz also doch mit dem Erhalt des Versicherungsscheines beginnt. Tut er ja auch . Technisch Eventuell bezieht sich dann die Wartezeit also doch wie ich vermutet hatte auf auf die "Behandlung" aber nicht auf den Eintritt des Problems.



Nein. Wenn sie innerhalb der Wartezeit zum Arzt gehen , beginnt der Versicherungsfall. Es steht aber nirgendwo geschrieben , dass sie notieren muessen , wann sie Schmerzen bekommen haben. JETZT KAPIERT ??


+++

Es ist fast so, als möchte der Versicherer das dies für die Versicherten alles nicht so klar zu verstehen ist. Und das wäre aus meiner Sicht eine betrügerische Absicht. Wie sonst sollte man soetwas bezeichnen?

Als beratungs - und verständnisresistent vielleicht Aber vielleicht haben sie ja auch den Stein des Weisen gefunden , und ca. 9 Mio. PKV - Versicherte werden seit Jahrzehnten betrogen und belogen



sunshineh


Und was lernen wir daraus ? Eine ordentliche Beratung vor Abschluß ist durch nichts zu ersetzen.
Außer durch Vergleichsportale



=> Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jeglichen Anspruch auf Richtigkeit!

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